Herzlich Willkommen!

… es sollen nicht aufhören Saat und Ernte.  1. Mose 8,22

Blick nach oben: Gott loben
Erntedank feiern Anno Domini 2018?
Auch angesichts von Starkregen-Ereignissen? Angesichts von Jahrhundertsommerhitze und kümmerlichen Ernten, insbesondere bei Speisekartoffeln? Angesichts des vielerorts knappen Viehfutters.
„Doch, wir feiern!“, sagt ein erfahrener Betriebsinhaber der Niedergrafschaft.
Denn unser Erntedank ist ja ein „Lob Gottes“.
Lasst uns unseren Blick weglenken von den Ernteprognosen der Fachverbände.
Hin zu dem, der uns auch 2018 das Überleben ermöglicht. Uns immer und immer wieder Chancen eröffnet. Der das komplexe Netzwerk des Lebens zwischen Mensch und Tier, zwischen Pflanzen, Böden, Nährstoffen, Mineralien, Wasser und Klima, entfalten hilft. So dass wir im Dienste des Lebens arbeiten dürfen!
Gott Lob, die B a u s t e i n e des Lebens sind auch im Jahr 2018 entwicklungsfähig geblieben.
Wir Laarer Bürgerinnen und Bürger werden gebraucht.
Gott lockt uns, H ü t e r der Lebensentwicklung zu bleiben.
So wird das Grenzland wieder und wieder reiche F r ü c h t e tragen.
Glaubt und hofft.

Blick zurück. Aufatmen, weitergehen
Zu Erntedank 2018 lassen wir uns gern an Noah erinnern.
Als dieser mit verschwitzten Kleidern und feuchten Schuhen das ARCHE-Schiff verließ, glitt sein Blick zuerst zum Himmel (und nicht zur Passagierliste seines Holzschiffs!).
Gott Lob, das drohende Unheil, die unfassbaren Starkregen und die fast alles zerreißenden Fluten, sie hatten ein Ende gefunden. Noah weiß sehr wohl, was er hinter sich hat.
Aber im Moment des Unheils hat er das Richtige getan.
Die wichtigsten Arten, der Gen-Pool, der die Landbewirtschaftung und Ernährungsgrundlagen der Menschen sicherstellt, waren kein Opfer der Überschwemmungen geworden. Pflanzenanbau und Viehzucht konnten wieder aufgenommen werden. Menschen würden erneut Lebens- und Überlebensmittel besitzen.
Die Lebens- und Zeit-Räume waren wieder erkennbar geworden. Darum befällt Noah beim Tritt auf die durchnässte Erde eine tiefe Gottesfurcht.
Gott Lob!
Das Leben zusammen mit Familie, Tieren, Pflanzen, den Böden, mit den gebändigten Wasserressourcen ist ihm und allen anderen noch einmal geschenkt.
Derart dankbar halten auch wir inne. Schauen zuversichtlich in die Zukunft in Laar.

Blick zur Seite. Zusammenwachsen
Erntedank 2018. Es ist Zeit, denen zu danken, die den Veränderungsdruck im Berufsfeld „Landwirt“ aushalten. Die immer noch und wieder neu zur auskömmlichen Lebensmittelversorgung beitragen: den Veredlern und Verkäufern, den Im- und Exporteuren. Den „Windmüllern“, die einen Höchstgrad an Strom-Selbstversorgung garantieren können. Besonders in Laar.
Es ist Zeit, insbesondere denen zu danken, denen eine erstaunliche L e b e n s e r n t e geschenkt wurde. Begabt und beseelt von den Charismen des alles heilenden GEISTES Gottes haben sie für die Kirchengemeinden in Laar gesorgt. Haben Tradition und Innovation beständig zusammengebracht. Haben wichtige Elemente der D a s e i n s v o r s o r g e im Dorf erhalten. Für Identität stiftende Impulse in Laar gesorgt.
Erntedank 2018: Sorgsam achten Christen und Christinnen zusammen mit
Bürgern auf solche menschlichen Himmelsgeschenke mitten in Laar.
Auch für diese Lebensernten danken wir.

Blick nach vorn. Der „unsichtbaren Hand“ trauen
Erntedank 2018 hat nichts mit Folklore zu tun. Oder mit Ideologien.
Unsere Erntedankfeste sollen den Blick weiten. Sie sollen unser internationales Gewissen schärfen. Für Lebenseinstellungen, für Marktsysteme, für Verbraucherverhalten. Für das Verschwinden ganzer Pflanzen-Arten.
Für die Veränderung der Rahmenbedingungen bei der Herstellung von Ölsaaten, der Aus-Nutzung von unfassbar wichtigen Regenwäldern, der Verkarstung von Böden – wie zu Beginn der Noah-Erzählung.
In den Laarer Kirchengemeinden versammeln sich viele Kompetenzfelder zu den Themen Nahrung und Natur. Darüber tauschen sich Christen aus.
Sie helfen denen zu Recht, die partout von ihren Abwegen überzeugt sind.
Sie besuchen die Leugner des Klimawandels. Sie erklären geduldig den Unbelehrbaren, warum es Hungerflüchtlinge gibt. Diese Fragen sind Gesprächsgegenstand während der Hausbesuche. –

Wir Christen und Christinnen in Laar glauben nämlich n i c h t, dass die Nahrungsmittelkette, die uns täglich mit einem spottbilligen, reichen Sortiment an Lebensmitteln versorgt, von der „unsichtbaren Hand“ des Marktes gesteuert wird – wie der schottische Wirtschaftslehrer Adam Smith vor langer Zeit behauptet hat. Markttreiber sind heutzutage berechtigtes Gewinnstreben, aber auch Gier, Sparwut, Verschwendungssucht. Nicht allein die größtmögliche Freiheit der Marktteilnehmer reguliert den Markt. Es
ist schlicht die Lust an überbordender Gewinnmaximierung, die alle in sich tragen und für die alle am Ende zahlen werden. Ursprünglich aber ist die F r e i h e i t der Marktteilnehmer als ein ständig Einfluss nehmendes Geben und Nehmen anzusehen. Als ein Gottesgeschenk. Eine gute „Gabe“ des Himmels. Sie bewahrt davor, alles aus Pflanzen, Tieren und Böden herauszuholen.
Diese „Gabe“ wird jedem in Laar täglich verliehen, damit das Beste daraus wird. Zum Lob Gottes. Denn ER sorgt dafür, dass Saat u n d Ernte möglich bleiben.
Auf Feldern. In Betrieben. In unserem Lebenslauf.

Pastor Gottfried Peters


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