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Andacht (als Beitrag)

Geh aus, mein Herz und suche Freud

Manchmal gibt es Tage, an denen wir traurig sind. Manchmal sind es Krankheit oder auch Streit, die uns Tränen in die Augen treiben. Viel-leicht trauern wir um einen geliebten Menschen. Und der Sommer in diesem Jahr wird so ganz anders sein wie die Sommer, die wir bisher erlebt haben. Es wird nicht möglich sein, die Sommerferien, den Sommerurlaub in gewohnter Weise zu gestalten. Aber das kann auch eine Chance sein, Altvertrautes neu zu entdecken, und was wenig Beachtung fand, neu wertzuschätzen.
Es gab einmal einen Mann, einen Pastor, der hieß Paul Gerhard. Der lebte in Deutschland, als es dort Krieg gab. Es war der Krieg, den man später den Dreißigjährigen Krieg nannte. Da gab es sehr viel Not. Aber Paul Gerhard hat in dieser Zeit ein Lied geschrieben, das von Gottes wunderbarer Schöpfung erzählt.


1. Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben; Schau an der schönen Gärten Zier, und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben.
2. Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub mit einem grünen Kleide; Narzissus und die Tulipan, die ziehen sich viel schöner an als Salomonis Seide.
3. Die Lerche schwingt sich in die Luft, das Täublein fliegt aus seiner Kluft und macht sich in die Wälder; die hochbegabte Nachtigall ergötzt und füllt mit ihrem Schall Berg, Hügel, Tal und Felder.
4. Die Glucke führt ihr Völklein aus, der Storch baut und bewohnt sein Haus, das Schwälblein speist die Jungen, der schnelle Hirsch, das leichte Reh ist froh und kommt aus seiner Höh ins tiefe Gras gesprungen.
5. Die Bächlein rauschen in dem Sand und malen sich an ihrem Rand mit schattenreichen Myrten; die Wiesen liegen hart dabei und klingen ganz vom Lustgeschrei der Schaf und ihrer Hirten.
6. Die unverdrossne Bienenschar fliegt hin und her, sucht hier und da ihr edle Honigspeise; des süßen Weinstocks starker Saft bringt täglich neue Stärk und Kraft in seinem schwachen Reise.
7. Der Weizen wächset mit Gewalt; darüber jauchzet jung und alt und rühmt die große Güte des, der so überfließend labt, und mit so man-chem Gut begabt das menschliche Gemüte.
8. Ich selber kann und mag nicht ruhn, des großen Gottes großes Tun erweckt mir alle Sinnen; ich singe mit, wenn alles singt, und lasse, was dem Höchsten klingt, aus meinem Herzen rinnen.
13. Hilf mir und segne meinen Geist mit Segen, der vom Himmel fleußt, dass ich dir stetig blühe; gib, dass der Sommer deiner Gnad in meiner Seele früh und spat viel Glaubensfrüchte ziehe.
14. Mach in mir deinem Geiste Raum, dass ich dir werd ein guter Baum, und lass mich Wurzel treiben. Verleihe, dass zu deinem Ruh mich dei-nes Gartens schöne Blum und Pflanze möge bleiben.

Man kann spüren, wie Paul Gerhard aus der Betrachtung all der Pflanzen und Tiere, die Gott gemacht hat, neuen Mut und neue Freunde gewonnen hat, trotz all der fürchterlichen Dinge, die um ihn herum geschehen sind. Gehen wir auf eine Gedankenreise in die Welt, die Paul Gerhard in seinem Lied beschreibt.
Stellt euch vor, ihr lauft barfuß über eine grüne Wiese. Das saftige Gras ist noch ein wenig feucht vom Morgentau. Es kitzelt unter euren Füßen. Während ihr über die Wiese lauft, entdeckt ihr einen großen Garten. Es ist Gottes Garten. Der Garten strahlt in der Morgensonne. Ganz wunderbar sieht er aus.
Viele Bäume stehen in Gottes Garten. Kleine Bäume und große Bäume. Sie tragen Blätter in vielen verschiedenen Grüntönen. Hellgrün, dunkelgrün, manche sind etwas rötlich. Neben den Bäumen wachsen Blumen in Gottes Garten. Rosen, Tulpen, Nelken. Gelbe und rote, blaue und weiße, rosa und violette Blumen. Unzählige Farben lassen den Garten zu einem bunten Farbenmeer werden. Wie schön das aussieht.
In Gottes Garten seid ihr nicht alleine. In den Baumkronen haben viele Vögel ihre Nester gebaut. Sie besingen den neuen Sommermorgen. Ihre Lieder klingen fröhlich. Bei den Vögeln gibt es neues Leben, die Vogeleltern füttern ihre Jungen. Und da hinter dem Busch bewegt sich etwas. Ein Reh schaut in eure Richtung. Doch es bleibt stehen und läuft nicht weg. Es merkt, dass es keine Angst zu haben braucht. Darum knabbert es ruhig an den saftigen Grasbüscheln, Und auch ein Hirsch kommt aus den Bäumen hervor und beginnt von den Gräsern zu fressen. Der ganze Garten Gottes ist voller Leben.
Eine Schafherde läuft fröhlich blökend durch den Garten. Ein Hirte geht ihr voran. Er führt sie zu einem kleinen Teich. Die Tiere drängeln sich zum Wasser. Dort stellen sie ihren Durst. Kleine Lämmer hüpfen fröhlich um die großen Tiere herum. Der Hirte sieht euch. Er bleibt stehen und winkt euch zu. Ihr winkt ihm zurück. Dann zieht er mit seinen Schafen weiter.
Plötzlich bemerkt ihr ein Summen. Bienen fliegen von Blume zu Blume, von Blüte zu Blüte. Sie saugen den Nektar aus den Blüten und fliegen zu ihrem Bienenstock, wo sie ihn in ihre Waben füllen. In der Nähe des Gartens erheben sich Hügel. Kleine und große. An ihren Hängen stehen Weinstöcke. Sie tragen schon blaue Trauben. Noch sind sie nicht reif, aber bald können sie geerntet werden. Ihr Saft schmeckt köstlich, süß und fruchtig. Er erfreut die Menschen, die von ihm trinken.
Zwischen dem Garten und den Hügeln entdeckt ihr Felder voller Weizen. Die Pflanzen wiegen sich sachte im Wind. Ihre gelbe Farbe er-strahlt in der warmen Sonne, fast golden sehen sie aus. Sie werden ein-mal zu leckerem, knusprigem Brot. Es kommt duftend und warm aus dem Ofen und wird euren Hunger stillen.
Alles was ihr seht, erfüllt euch mit Freude. Ihr riecht den Duft der Blumen, ihr seht ihre Farben. Ihr hört das Singen der Vögel, das Summen der Bienen, das Rauschen des Windes, wenn er mit den Blättern der Bäume spielt. Ihr fühlt das Gras unter euren Füßen. Und ihr stimmt in das Lied der Schöpfung mit ein.
Staunend und fröhlich gehen wir weiter durch Gottes Garten. Was wir sehen, hören, fühlen im Garten Gottes, macht uns dankbar für das, was Gott für uns geschaffen hat. Wir bitten Gott um seinen Segen, dass auch wir wie die Blumen in seinem Garten den Menschen Freude bereiten. Wir wollen wie Bäume sein, die Menschen mit ihren Früchten er-nähren, wir wollen einander Gutes tun, weil Gott uns so viel Gutes tut.


Pastorin Eva-Maria Franke

Andacht Sonntag 28.06.2020

Der Predigt zum Sonntag 28.06.2020 liegt der Predigttext aus Lukas 19, 1 – 10 zu Grunde.

Wir laden ein, folgende Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch mitzusingen:
Psalm 103, 1, 2 + 5; Lass dich hören 11, 1 – 3; Lied 171, 1 – 4

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Andacht Sonntag 21.06.2020 als Videodatei zum Download

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Gottesdienst Sonntag 28.06.2020 – 10.00 Uhr

Der Gottesdienst am Sonntag 28.06.2020 um 10.00 Uhr soll als Open-Air-Gottesdienst bei der ev.-ref. Kirche in Laar gefeiert werden. Wir wollen das schöne Sommerwetter nutzen und können draußen mit mehr Personen Gottesdienst feiern. Der Posaunenchor begleitet den Gottesdienst musikalisch. Bei schlechtem Wetter weichen wir in die Kirche und das Gemeindehaus aus. Anmeldungen zum Gottesdienst wie gehabt bei Pastorin Eva-Maria Franke.

Andacht Sonntag 21.06.2020 – Ln. M. Vogel

Der Predigt zum Sonntag 21.06.2020 liegt als Predigttext Frage 112 des Heidelberger Katechismus zu Grunde.

Wir laden ein, folgende Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch mitzusingen:
Lied 155, 1 – 3; Lied 136, 1 + 4; Psalm 119, 1 – 3

Andacht Sonntag 21.06.2020 – Ln. M. Vogel

Der Predigt zum Sonntag 21.06.2020 liegt als Predigttext Frage 112 des Heidelberger Katechismus zu Grunde.

Wir laden ein, folgende Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch mitzusingen:
Lied 155, 1 – 3; Lied 136, 1 + 4; Psalm 119, 1 – 3

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Andacht Sonntag 21.06.2020 – Pn. E.-M. Franke

Der Predigt zum Sonntag 21.06.2020 liegt der Predigttext aus Matthäus 11, 25 – 30 zu Grunde.

Wir laden ein, folgende Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch mitzusingen: Lied 290, 1, 2, 7; Lied 648, 1 – 3; Lied 326, 1 – 4

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Andacht 1. Sonntag nach Trinitatis | 14.06.2020

Der Predigt zum 1. Sonntag nach „Trinitatis“ 14.06.2020 liegt der Predigttext aus 1. Johannes 4, 16b – 21 zu Grunde.

Wir laden ein, folgende Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch mitzusingen: Psalm 34, 1 – 3; Lied 413, 1 – 4; Lied 409, 1 – 6

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Andacht 1. Sonntag nach Pfingsten | Trinitatis | 07.06.2020

Der Predigt zum 1. Sonntag nach Pfingsten „Trinitatis“ 07.06.2020 liegt der Predigttext aus 4. Mose 6, 22 – 27 zu Grunde.

Wir laden ein, folgende Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch mitzusingen: Psalm 84,1-3; Lied 140, 1-5; Lied 407, 1-3

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